Beinaheunfälle melden, bevor etwas passiert
Jeder schwere Unfall kündigt sich an. Erfassen Sie Beinaheunfälle niedrigschwellig, leiten Sie Maßnahmen ab und verhindern Sie Wiederholungen.
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Was ist ein Beinaheunfall?
Ein Beinaheunfall ist ein Ereignis, bei dem es nur durch Zufall oder Glück nicht zu einer Verletzung oder einem Sachschaden gekommen ist. Beinaheunfälle sind wertvolle Frühwarnsignale: Sie zeigen Schwachstellen auf, bevor tatsächlich jemand zu Schaden kommt – und ihre systematische Auswertung senkt nachweislich die Unfallzahlen.
Rechtsgrundlagen
- § 5 ArbSchG – Erkenntnisse fließen in die Gefährdungsbeurteilung ein
- DGUV Vorschrift 1 – Pflicht des Arbeitgebers zur Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz
- Keine gesetzliche Meldepflicht – aber anerkannter Bestandteil einer wirksamen Sicherheitskultur
Rechtsstand ohne Gewähr – maßgeblich sind die jeweils geltenden Vorschriften.
Funktionen im Überblick
Meldung in unter einer Minute
Kurzes Formular, auch mobil – je einfacher, desto mehr Meldungen kommen.
Auf Wunsch ohne Schuldzuweisung
Der Fokus liegt auf der Ursache, nicht auf der Person. Das erhöht die Meldebereitschaft spürbar.
Maßnahmen nachverfolgen
Aus jeder Meldung lassen sich Maßnahmen mit Verantwortlichem und Frist ableiten.
Status bis zum Abschluss
Offen, in Bearbeitung, erledigt – nichts geht verloren.
Auswertung nach Bereich
Häufungen erkennen und gezielt in die Gefährdungsbeurteilung überführen.
So funktioniert es
- Beinaheunfall melden – von jeder Person im Betrieb
- Ereignis bewerten und Ursache ermitteln
- Maßnahme festlegen und zuweisen
- Umsetzung nachhalten
- Erkenntnis in die Gefährdungsbeurteilung übernehmen
Häufige Fragen zu Beinaheunfälle
Sind Beinaheunfälle meldepflichtig?
Gesetzlich nicht. Ihre Erfassung ist aber ausdrücklich empfohlen und ein zentrales Element wirksamer Prävention, weil sie Gefährdungen sichtbar macht, bevor Personen verletzt werden.
Warum melden Beschäftigte so selten?
Meist aus Sorge vor Konsequenzen oder weil der Aufwand zu hoch ist. Ein kurzes Formular und eine ausdrücklich schuldfreie Kultur erhöhen die Meldezahlen deutlich.
Was ist der Unterschied zum Arbeitsunfall?
Beim Arbeitsunfall ist ein Schaden eingetreten, beim Beinaheunfall nicht. Meldepflichtig gegenüber der Berufsgenossenschaft sind nur Arbeitsunfälle mit mehr als drei Tagen Arbeitsunfähigkeit.
Wie viele Meldungen sind normal?
Es gibt keine Zielgröße. Steigende Meldezahlen sind meist ein gutes Zeichen – sie zeigen Vertrauen, nicht mehr Gefahren.
Was passiert mit einer Meldung?
Sie wird bewertet, bei Bedarf werden Maßnahmen abgeleitet und nachverfolgt. Der Status ist jederzeit einsehbar.
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